Butterfly®System

Butterfly®System

Der Aufbau des Reitsattels

Die Basis und somit die Grundstruktur bildet der Sattelbaum. Er ist das Herzstück eines jeden Sattels und unterscheidet sich zwar nicht in seiner grundsätzlichen Funktion, so jedoch in seiner Ausführung von Hersteller zu Hersteller.  Das Besondere des neuen dt- Sattelbaums. für den Butterfly®-Sattel ist die völlig neue Konstruktion, die mit konventionellen Sattelbäumen. nicht verglichen werden kann. Das Butterfly®-System kann auf ein Kopfeisen im herkömmlichen Sinne völlig verzichten und hat nur unmittelbar vor dem Sitz des Reiters ein Kopfeisen, dass aber lediglich der Stabilität dient und keinerlei Druck auf den empfindlichen Widerrist oder den Trapezmuskel ausüben kann. Desweiteren ist die Längsverstrebung des Sattelbaums horizontal beweglich, sodass ein vermehrtes Schwingen über den Rücken ermöglicht wird. Darüber hinaus sind die Ortscheite, die hinter der Pferdeschuter verlaufen, vertikal flexibel, wodurch die Bewegung aus der Schulter heraus uneingeschränkt möglich wird. Die im Sitzbereich integrierte Membrane bleibt auch dem neuen Sattelbaum erhalten. Sie ist in der Lage, sich den schwingenden Bewegungen anzupassen ohne das Gleichgewicht zu stören. Die dadurch erreichte stoßabsorbierende Wirkung bedingt eine deutliche Entlastung der Wirbelsäule, sowohl des Reiters als auch des Pferdes. Wundreiten und Rückenschmerzen können nachhaltig minimiert werden.

Der Sattelbaum ist fertig konfektioniert, inklusive Sturzfeder, Sattelstrippen und Sitzauflage, und gibt Länge und Breite des Sattels sowie Sattelkopfweite und Sitztiefe vor.

Es folgt das Sitzleder mit kleinen, angekederten* Taschen, das über den Sattelbaum gespannt wird. Das Einnageln der sogenannten Zubuse schließt diesen Teil der Sattelherstellung ab.

Die Zubuse wird benötigt, um das Sattelkissen einnähen zu können und verdeckt den Übergang vom Sattelkopf zum Sattelkissen. Anschließend wird das Kammerleder an der Unterseite des Sattelbaum gespannt.

Das Sattelkissen beinhaltet den Kissenboden mit Sattelblatt, das Kissenleder, einen hinteren und vorderen Vorstoß sowie das Unterleder des Kissenbodens. Die Strippentasche unter dem Sattelblatt verhindert das Durchscheuern der Gurtschnallen.

 

Sicherheitsaspekte

Grundvoraussetzung für die Haltbarkeit und somit auch die Sicherheit ist die Verwendung hochqualitativer Materialien in Verbindung mit erstklassiger handwerklicher  Verarbeitung. Hier beginnt die Verantwortung des Sattlers.

Der Sturzfeder kommt eine wichtige Rolle zu, da sie starken Belastungen ausgesetzt ist. Man muss sich vorstellen, dass sie in der Lage sein muss, das gesamte Gewicht des Reiters zu tragen und sich dabei weder verbiegen noch verdrehen und schon gar nicht brechen darf. Speziell im Springsport ist die Belastung extrem, denn beim Aufsetzen nach dem Sprung wirkt ca. das Doppelte des Reitergewichts auf die Sturzfeder ein.

dt-Sturzfedern sind in ihrer Qualität so hochwertig, dass sie keiner Wartung bedürfen und – bei sachgemäßer Behandlung – eine lebenslange Garantie auf Bruchsicherheit und Durchrosten gewährt wird.

Die neuen Sturzfedern der Butterfly®-Sättel sind viertelmondförmig und daher ohne Schnapper gefertigt. Der Steigbügel wird eingeschoben und kommt am tiefsten Punkt der Sturzfeder zu liegen. Bei einem Sturz kann der Riemen leicht aus der Sturzfeder gleiten, eine regelmäßige Überprüfung und Fettung des Schnappers entfällt also.

Ein weiterer Risikofaktor sind die Sattelstrippen, die bei dt-Sätteln aus Sicherheitsgründen generell über den Sattelbaum geführt werden. Für sie darf nur hochwertiges Leder oder alternativ ein synthetisches Material wie LEMICO® verarbeitet werden, da die Gefahr des Reißens besteht. Schlechtes Leder wird starr und brüchig und speziell der Bereich der Strippenlöcher ist sensibel.

Dies gilt natürlich auch für die Steigbügelriemen. Sie sind den gleichen kräftemäßigen Belastungen ausgesetzt und werden zudem durch Verstellen der Riemenlänge sowie durch das Einschlagen nach dem Reiten beansprucht.

Daher werden dt-Sättel ausschließlich mit Sattelstrippen aus LEMICO® ausgestattet, da sie einer Belastung von bis zu 500 kg standhalten. In Verbindung mit LEMICO®- Steigbügelriemen ist der Sicherheitsaspekt voll berücksichtigt. In diesem Zusammenhang müssen natürlich auch die Schnallen genannt werden. Um ein Durchrosten zu vermeiden, kommt bei dt saddlery nur erstklassiger, rostfreier Stahl zum Einsatz. In Kombination mit der Technik sogenannter Leichtlaufrollen wird das Handling besonders einfach.

Dies muss selbstverständlich auch bei der Wahl der Steigbügel berücksichtigt werden, die den gleichen Qualitätsansprüchen genügen müssen.

Und last, but not least ist auch die Qualität des Sattelgurtes entscheidend. Beim Kauf muss neben den Aspekten der ergonomischen Form hauptsächlich die Qualität des verwendeten Materials im Vordergrund stehen.

 

Die Muskulatur des Pferdes entwickelt sich immer in Abhängigkeit vom Trainingsprogramm. Gerade beim jungen Tier, dass gezielt auf seinen Einsatz als Reitpferd gearbeitet wird, können die Unterschiede in der muskulären Ausprägung enorm sein. Und genau hier ist es wichtig, absolute Sorgfalt walten zu lassen und den Sitz des Sattels sowohl beim Kauf genauestens zu beurteilen als auch in der Folgezeit immer wieder zu kontrollieren. Dies gilt selbstverständlich für jedes Pferd – jede Form von Arbeit, ob im Bereich des freizeitmäßigen Reitens oder im Turniersport bedeutet einen Aufbau der Muskulatur und somit eine Veränderung der Sattellage. So bedingen aber natürlich auch Phasen, in denen – aus unterschiedlichen Gründen – weniger oder gar nicht gearbeitet werden kann, einen Abbau der Muskelmasse und so wiederum eine sattelrelevante Veränderung.

Aus diesem Grund hat die dt saddlery das neue Butterfly®-System entwickelt. Durch die hohe Flexibilität des Sattels sind beim Butterfly® Anpassungen aufgrund von Muskelauf- oder -abbau ebenso wenig notwendig wie im Falle einer Gewichtszunahme oder -reduktion. Das neue System passt sich durch die horizontale und vertikale Flexibilität den jeweiligen Gegebenheiten an, sodass man auch beim Gebrauch des Sattels für sehr unterschiedliche Pferde (fast) immer einen passenden Sattel hat.

Die Anatomie des Pferdes ist nicht für große Lasten geschaffen. Um das Gewicht des Reiters unbeschadet tragen zu können, muss es „losgelassen und über den Rücken gehen”. Bei einem jungen oder noch nicht ausgebildeten Pferd ist losgelassenes Gehen mit einem unverkrampft-schwingenden Rücken das Ziel der Trainingseinheit, bei weiter ausgebildeten Pferden stellt es die Basis für die darauf folgende Arbeit dar. Die ständige Verbesserung der Tragfähigkeit des Rückens verhindert Schäden an der Wirbelsäule und muss gekonnt und seriös verfolgt werden.

Aber nur, wenn das Pferd durch den Sattel nicht in seiner Rückentätigkeit beeinträchtigt wird, die Wirbelsäule frei schwingen kann und sich die Muskulatur locker und zwanglos bewegt, kann das Gehen über den Rücken erreicht werden. Deshalb sind alle dt-Sättel mit einem breiten Wirbelkanal und groß angelegten Auflageflächen der Sattelkissen versehen, die für große Bewegungsfreiheit sorgen und ein effektives Arbeiten in Losgelassenheit ermöglichen.